Bellagio - Die "Perle des Comer Sees"
Bellagio, die "Perle des Comer Sees", liegt idyllisch an der äußersten Spitze der Halbinsel, die weit in den See hineinragt. Das Stadtbild ist geprägt von süßen Cafés und romantischen Hotels, die sich an der Uferpromenade aneinander reihen. Die malerische Altstadt, rings um den Monte Garnasca, mutet mit ihren engen, verwinkelten Gassen und den vielen Treppenaufgängen verträumt mittelalterlich an.
Der Comer See war schon immer ein beliebtes Urlaubsziel. Bereits die Römer und Griechen der Antike zog es hier her und Dichter und Komponisten, wie Franz Liszt, fanden hier, an diesem lang gestreckten See, der geborgen zwischen den Zweitausendern der italienischen Alpen liegt, ihre Inspiration. Einst eine römische Siedlung, wurde das Dorf nach und nach von verschiedensten Adelsgeschlechtern als Residenz gewählt. Die Stanga, die Sfrontati und die Airoldi ließen hier jene eindrucksvollen Villen und Gärten erbauen, für die Bellagio noch heute bekannt ist. So verfügen die Villen Serbelloni und Melzi noch heute über eindrucksvolle Parkanlagen, die, mit ihren Zypressen, Azaleen und Rhododendren, zu den schönsten Gärten Italiens zählen. Sie können heute - zum Teil gegen Eintrittsgeld - besichtigt werden.
Bis heute hat der Ort nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Im 19. Jahrhundert zum favorisierten Urlaubs- und Wohnort reicher europäischer Bürger und Angehöriger des Adels avanciert, zieht es noch heute jedes Jahr viele Urlauber aus aller Welt an. Deshalb empfiehlt es sich, Bellagio und den Comer See außerhalb der Hochsaison zu besuchen, wenn man das mediterrane Flair der Stadt in Ruhe genießen möchte. An den Sommerwochenenden ist die kleine Stadt leider nahezu überfüllt.
Bellagio, mit seinen prachtvollen Villen, war einst sehr wohlhabend und auch heute noch hat sie ihren, zumeist gut betuchten, Gästen noch Einiges zu bieten. Wer durch die romantischen Gässchen schlendert, kommt an duftenden Pizzerien, süßen Cafés, eleganten Boutiquen und kleinen Geschäften vorbei, die zum Verweilen einladen. Sehenswert sind außerdem die Schiffsanlegestelle des alten Fischerdorfes, die Basilica San Giacomo, die alte, romanische Pfarrkirche, die dem heiligen Jakob geweiht ist, die mittelalterliche Stadtmauer, deren Überreste überall zu sehen sind sowie der "Punta di Spartivento", der "Ort an dem sich die Winde teilen". Dieser nördlichste Punkt der Halbinsel bietet den schönsten Panoramablick auf den Comer See und die umliegenden Berge.
Neben den vielen kleinen Verlockungen, die Bellagio selbst Besuchern zu bieten hat, eignet es sich aber auch sehr gut als Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere oder weitere Umgebung. Das gesamte Ufer des Comer Sees ist zum Beispiel mit sehenswerten Villen besiedelt, an die sich schöne Parkanlagen anschließen. Auch Bergsteiger kommen am Comer See auf ihre Kosten. Egal, ob man sich auf die Zweitausender stürzen oder vielleicht lieber gemächlich den Madonna del Ghisallo (755m) besteigen möchte, immer belohnt einen die Aussicht für die Mühen. Auch die ehemalige Seidenstadt Comer, das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region, ist einen Ausflug wert. Was im 15.Jahrhundert mit dem Befehl zur Seidenraupenzucht durch den florentinischen Herrscher Lorenzo il Manificio begann, macht noch heute den Hauptwirtschaftszweig der Stadt aus. Elegante Boutiquen laden zum Bummeln zwischen Luxuskleidern italienischer Designer ein.
Wofür auch immer Sie sich entscheiden, Eines ist sicher: Ein Urlaub in Bellagio am Comer See wird Ihnen bestimmt nicht langweilig werden.

